Wer waren unsere Vorfahren? Wo und wie haben sie gelebt? Was können wir an menschlichen Knochenfunden ablesen? Die Klasse 6e hatte am 18.7.26 unterstützt durch Mittel der NRW Stiftung die Gelegenheit ihren Wandertag im Neandertalmuseum zu verbringen. In einem Workshop zur Kriminalbiologie konnten die Kinder an Orginalknochenabgüssen lernen, welche Informationen sie aus Knochenfunden ablesen können. In Kleingruppen erhielten sie jeweils eine Kiste mit menschlichen Knochen. Nachdem sie die Knochen dem menschlichen Skelett zugeordnet hatten, versuchten sie ihren Fund auf verschiedene Fragestellungen hin zu untersuchen: Handelte es sich um einen Erwachsenen oder ein Kind? Hatte der Verstorbene ein Milchgebiss oder bereits die Weisheitszähne? Waren die Knochenplatten bereits verwachsen oder nicht? Wie groß war der Verstorbene? Dies konnten die Kinder durch die Messung der Langknochen errechnen. Handelte es sich um eine Frau oder einen Mann? Auch das konnte an verschiedenen Knochenmerkmalen, wie z.B. der Form und Größe der Beckenknochen ermittelt werden. Wie ist der Verstorbene zu Tode gekommen? Handelte es sich um ein Gewaltverbrechen? Litt der Verstorbene an Erkrankungen, wie z.B. Arthrose? Dies konnte man an knöchernen Fortsetzen der Wirbelkörper erkennen. Im Neandertalmuseum gab es anschließend eine spannende Führung. Wie sahen unsere Vorfahren und entfernten Cousins aus? Wann und wo haben sie gelebt? Was weiß man dazu und was kann man nur vermuten? Neben Lucy, dem bekannten aufrechtgehenden Australopethicus, machten die Kinder Bekanntschaft mit Homo erectus und dem in Europa lebenden Neandertaler. Sie durften ausprobieren, wie man mit Faustkeilen schneiden kann und mit welchen Mitteln man Feuer machen kann. Ein spannender und interessanter „Wander“tag!
(Bericht und Fotos: Julia Wunder)