Welche Partei setzt auf eine strikte oder liberale Migrationspolitik? Wer fordert Steuerentlastungen für Unternehmen, wer tritt für soziale Umverteilung ein? Sollte es mehr oder weniger Umweltauflagen geben?
Mit diesen und vielen weiteren Fragen haben sich die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Much im Vorfeld der Bundestagswahl intensiv auseinandergesetzt – denn auch sie waren im Rahmen der Juniorwahl zur Stimmabgabe aufgerufen. Unter realitätsnahen Bedingungen, inklusive Wahlbenachrichtigungen, Wählerverzeichnis, originalgetreuen Wahlzetteln und einer Wahlurne, wurde die Juniorwahl an der Schule durchgeführt.
Im Wirtschaft-Politik-Unterricht bereiteten die Jugendlichen die Wahl gründlich vor: Sie erarbeiteten Präsentationen zu den Spitzen- und Direktkandidaten, analysierten die Parteiprogramme und vertieften ihr Wissen über das Erst- und Zweitstimmenprinzip. Am 19. Februar 2025 war es dann so weit: Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 – Q2 gingen zur Wahlurne, unterstützt von Wahlhelferinnen und Wahlhelfern der Klasse 9d. Das Wahlergebnis bleibt – wie bei der Juniorwahl üblich – bis zum Montag nach der echten Bundestagswahl unter Verschluss, um keine Beeinflussung der Wählerinnen und Wähler zu riskieren. Anschließend wird es im Unterricht analysiert und anhand von Grafiken ausgewertet. Mit der Juniorwahl erleben die Schülerinnen und Schüler Demokratie hautnah – und setzen sich frühzeitig mit politischen Prozessen auseinander.
(Bericht: Matthias Plag)